Was ist deine persönliche Definition von Gesundheit?
Vorweg ist hier anzumerken, dass die eigene Definition von Gesundheit bei jedem nicht nur individuell, sondern auch richtig ist. Jeder hier darf seine eigene Wahrheit haben!
Vielleicht können wir aber auch von anderen lernen und unsere Definition erweitern?
Ich verbinde Gesundheit mit der Farbe Grün. Warum? Wahrscheinlich weil grün für das Leben steht und Lebendigkeit für mich gesund sein heißt.
Bin ich also in meinem Kopf lebendig, bin ich gesund. Auch wenn ich gerade eine Erkältung habe.
Luise
Gesund sein heißt für mich die Abwesenheit von Krankheit oder Verletzungen. Wobei ich Gesundheit auf einer Skala betrachten würde, nach der ich „eher krank“, oder „eher gesund“ sein kann. Man kann also ab einem Gewissen „Wert der Gesundheit“ davon sprechen, dass jemand gesund ist. Dieser Wert ist aber für jeden individuell, je nachdem, wie eingeschränkt jemand in seinem Alltag und in seiner Lebensqualität durch seine Krankheiten ist.
Zu Gesundheit gehören für mich die körperliche und die psychische Gesundheit. Häufig sind diese eng miteinander verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig.
Anonym
Gesundheit heißt für mich, auch mal krank zu sein. Denn ohne Krankheit gäbe es auch keine Gesundheit. Ohne Krankheit keine Stabilität im Immunsystem und keine Robustheit. Fiebern zu können ist ein Zeichen für Gesundheit.
If you don´t use it, you will lose it.
Gesundheit ist für mich Felxibilität. Mental so flexibel zu sein, dass ich schnell reagieren kann.
Gesundheit ist für mich, wenn ich authentisch sein kann und darf.
Gesundheit ist für mich, alles leben zu dürfen, mich zu bewegen, gut für mich zu sorgen, gesundes Essen zu essen und mich gut mit Mikronährstoffen zu versorgen.
Gesundheit ist für mich ein gut funktionierendes Nervensystem, ergo ein gut funktionierendes/vernetztes Hirn (Hypatalamus), welches mich aktiv werden lässt, wenn es nötig ist und welches mir Ruhe gibt, wenn Ruhe gebraucht wird.
Annika
Für mich hat Gesundheit was mit Ausgleich zu tun: Bin ich ich in meiner Mitte, bin ich gesund.
Es gibt verschiedene Faktoren, die meine innere Mitte aus dem Gleichgewicht bringen können:
Da ist zum Einen mein Körper. Wenn dieser mit einer Krankheit beschäftigt ist, ich unter chronischen Schmerzen leide, oder mein Bewegungsapparat eingeschränkt ist.
Zum Anderen ist da meine Umgebung. Menschen, die mich beeinflussen, positiv wie negativ. Eine aufgeräumte/unaufgeräumte Wohnung beeinflusst meine Mitte ebenso.
Und zuletzt ist da Social Media und die Nachrichten mit dem aktuellen Zeitgeschehen. Die Influencer, die mir ein Vorbild sein wollen, wo ich mich dann oft bei dem Gedanken erwische, dass ich GENAUSO sein möchte. Das wiederum macht mich traurig und wütend, weil dann das, was mich ausmacht; das, was durch mich (und nur durch mich) in die Welt hinaus will, nicht raus kann, nicht gelebt wird. Verloren geht in einem Gefühl von „Ich bin nicht gut genug“.Ich muss also einen Weg finden mit den Faktoren, die meinen Ausgleich beeinflussen, umzugehen.
Dazu gehören Oasen: Ich schaffe mir einen Raum in mir und um mich herum, wo ich ganz die Person sein darf, die ich bin.
Dazu gehört vor Allem Ehrlichkeit mir selber gegenüber.In einer von mir selber geschaffenen Oase, bin ich ehrlich und mir selber Bewusst. So schaffe ich die Grundlage für eine gute Gesundheit.
Ich selber finde genau hier meine Mitte. Habe hier, mit Mögli, meine Oase geschaffen.
Nachtrag Luise
Gesundheit ist unexistent, nicht wahrnehmbar, solange wir nicht krank werden; dann wird es als ein Mangel an Gesundheit empfunden! Sich selbst nicht zu spüren ist das Merkmal unserer Zivilisation. Und wenn man sich spürt, wird es negativ bewertet, weil immer etwas fehlt, deshalb die allgemeine allumfassende Unzufriedenheit, das kontinuierliche Meckern.
Wenn ich mich nicht wohl fühle, geht es aber bloß um die Registrierung/Beobachtung dieses Zustandes, der eine bestimmte Art in der Welt zu stehen spiegelt – ohne Bewertung! – Erstmal ist nichts zu verändern, zu korrigieren, weil die Immunkräfte des lebendigen Organismus gerade dabei sind ein neues Gleichgewicht herzustellen.
Jede sogenannte Krankheit ist die Möglichkeit die Welt in einer anderen Präsenz zu erleben: Ein höchst kreativer Moment! Aber die Angst vor dem Leben ist jetzt so groß, dass wir dem Leben keine Chance geben. Es hat intim mit Liebe zu tun, weil wir auch jetzt glauben, dass das Universum uns gleichgültig, sogar feindlich sei. Das Gegenteil ist der Fall!
Das Leben hat uns unendlich lieb, deshalb ist jede Krankheit eine Liebkosung und letztendlich der Tod eine Umarmung.
René
Meiner Meinung nach ist Gesundheit ein vielschichtiger Begriff, der umso vielschichtiger wird, je länger man darüber nachdenkt.
Auf der einen Seite kann man vereinfacht sagen, dass Gesundheit die Abwesenheit von Krankheit ist. Dann wäre, nach einer überwundenen Krankheit, die Definition so etwas wie „fit sein“, „leitungsfähig sein“, „wieder funktionieren“.
Gesundheit hat für mich aber auch ganz andere Dimensionen. Gesund sein an Geist, Selee und Körper. Das wäre dann ein zufriedener und glücklicher Mensch, der auch froh sein müsste, wenn er sich seines Zustandes bewusst ist.
In unserer lebendigen Sprache gibt es ja auch den Ausspruch „…das ist ja total krank!“, wenn etwas unerhörtes passiert ist. Auf der anderen Seite können wir aber auch sagen „Ich habe eine gesunde Beziehung zu etwas“.
Karl