Stress und Stressbewältigung
Wie gehe ich mit Stress um?
Was passiert im Körper, wenn wir Stress haben?
Bei Stress schüttet der Körper Corstisol, Adrenalin und Noradrenalin aus. Unsere Bronchien weiten sich, damit diese mehr Sauerstoff aufnehmen können.
Folge, wenn der Stress nicht mehr aufhört: Wir entwickeln eine Resistenz gegen Stresshormone, was wiederum dazu führt, dass wir immer mehr brauchen, um aktiv zu werden. Die ständige unterschwellige Ausschüttung lässt uns dann nie mehr richtig runterfahren, es können keine Morphine und keine Glückshormone mehr ausgeschüttet werden. Wir werden Insulinresistent, essen immer mehr, bewegen uns weniger, weil wir keine Kraft mehr dazu haben und am Ende landen wir eventuell in einer Depression oder werden adipös.
Der Hirnstoffwechsel wird immer langsamer, unser Immunsystem denk, wir sind krank und ist dadurch immer leicht angeschaltet.
Wofür ist Stress gut?
Geschichtlich gesehen war Stress für unsere Vorfahren überlebenswichtig: In Stresssituationen wachsen wir über uns hinaus, unser Körper teilt sich seine Energiereserven so ein, dass wir fokussierter, schmerzresistenter und energiegeladener sind. Unser Stoffwechsel wird heruntergefahren, ebenso wie das Immunsystem (schuld daran ist das Adrenalin).
Verschiedene Arten von Stress (Stressoren)
- Emotionaler Stress:
- Sozialer Stress (der Weg zur social Anxiety ist nicht weit; Stress und Angst liegen nicht weit auseinander, sind nicht immer klar trennbar): zu viele Menschen
- Traumata
- Hektik
- Zeitdruck
- Geldnot
- Sensorischer Stress:
- Reizüberflutung,
- Gestörte/eingeschränkte Sinneswahrnehmung (nicht richtig sehen können, kein Vertrauen in die eigene Stabilität des Körpers nach einer Krankheit)
- Körperlicher Stress:
- Bewegungsmangel, oder in die andere Richtung, Leistungssport (zu viel an körperlicher Aktivität) führt zu physischem Stress
- Schlafmangel
- Metabolischer Stress:
- falsche/einseitige Nahrungsaufnahme (zu Kalorienreich, zu Eiweißreich), der Stoffwechsel wird belastet
Körperliche Reaktionen
Schmerz: Nacken- und Schulterverspannung. Wir ziehen die Schultern hoch, es herrscht ein erhöhter Muskeltonus im Körper: Kiefer wird angespannt, Augenbrauen werden zusammengezogen. Spannung auf den Stimmbändern, die Stimmlage wird höher.
Lust auf Süßes.
Schlafschwierigkeiten, Insomnia.
Aufnehmen von Informationen und Anweisungen nicht möglich, da das Gehirn so langsam läuft, dass man nicht mitkommt (was wiederum zu sozialem Stress führt) –Konzentrationsschwierigkeiten – Leistungsabfall – Gedächtnisstörungen
Nervosität.
Herzrasen. Ein Summen im Körper.
Atemnot/Atem geht flacher, stoßweise. Oder in die andere Richtung, wir atmen zu viel.
Essstörungen – Übelkeit/Schwindel.
Eingeschränkte Sicht.
Angst – Depression
Umgang/Hilfe bei Stress
Grundsätzlich gehen wir unterbewusst auf zwei verschiedene Arten mit Stress um: das eine ist der sachliche Umgang: Was kann ich konkret tun, um mit meinem derzeitigen Stress umzugehen, das andere ist der emotionale Umgang: mir wird alles zu viel, ich weiß nicht, was ich machen soll. Je nachdem, wie wir auf Stress reagieren, hat es medizinische Folgen.
Sich eine Struktur schaffen, vielleicht mit Hilfe einer To-Do Liste / Prioritäten setzen. Eigene Wertevorstellungen helfen beim priorisieren. Ebenso hilft es sowohl Menschen (wer tut mir gut?), als auch Tätigkeiten (was tut mir gut?) zu priorisieren.
Das direkte Arbeitsumfeld organisieren (Klarheit schaffen) und dadurch den Fokus auf das setzen, was akut wichtig ist.
Wichtig bei Stress ist es, aus dem Kopf in den Körper zu kommen. Das heißt konkret: körperliche Aktivitäten (in Maßen), Eisbaden, -duschen, Sauna, Fasten und Hypoxieübungen.
Ebenso helfen kann: Oxytocin Ausschüttung herbeiführen durch körperlichen Kontakt, weinen, bewusstes Atmen, in die Natur gehen, lachen und malen. (Diese zweite Liste kann sehr individuell erweitert werden – dies sind persönliche Umgangsmöglichkeiten mit Stress)
Sich Oasen schaffen: Zeit-Oasen, Raum-Oasen: Hier darf ich ganz die Person sein, die ich bin, ohne Einschränkungen.
Ein anderer Blickwinkel auf Stress
Ein Audiobeitrag von Annelie
Stress Galerie




